SIEBEN - Laden, Café & Herberge

 

Niemals werde ich die Caffés vergessen, wo ich Verliebte im Paradies gesehen, und Hoffnungslose in der Hölle, Musik gehört, die bis heute ertönt,

Engel ertappt, die einer Praline wegen auf die Erde gekommen. Alles zum Preis von Cappuccino und Hörnchen. Stefano Ferrio


News & Events


 Liebe Café-Gäste,

 

da ist es nun schon wieder Mai geworden und dann kommen Juni, Juli...und wenn sie nicht gestorben sind... An dieser Stelle fällt mir eigentlich schon nicht mehr wirklich etwas ein. Bereits als ich diesen Satz im Kopf hatte, noch bevor ich die Tastatur überhaupt berührte, kam mir parallel dazu immer wieder der Satzanfang: Es war einmal... in den Sinn. Nein, das hier wird kein Abgesang, aber auch nicht unbedingt eine fröhlich trompetende Zukunftsmusik. Ich bin in vielen Dingen durchaus Solist (und Optimist). Aber hierbei fehlen mir, ehrlich gesagt, die Mitspieler und irgendwie auch langsam die Worte. Ich habe das Gefühl permanent alles und jedes zum zigsten Male durchzukauen.

Unser Café ist kein Solo und Kuchen von der Pappe, aus dem Küchenfenster gereicht, wäre nicht dasselbe, wie Kuchen oder irgendetwas anderes (und auf dem Teller bitteschön -und zwar kein Einmalgeschirr) mit hausinternem Beiwerk. 

 

Vor einigen Wochen, also irgendwie gefühlt um Mitte April, als ich einen der letzten Blog-Texte online stellte, da stolperte ich im Vorübergehen im Bearbeitungsmodus dieser Seite über den Märztext im "Eingangsbereich" und das Schneeglöckchenbild darunter. Na gut, es war kalt, die Schneeglöckchen waren gerade durch, kein Frühling und auch sonst nicht allzu viel in Sicht. Daher: Wozu etwas ändern? Ob nun März oder April ist in Anbetracht der Gesamtgemengelage eigentlich vollkommen irrelevant. Und auf jeweils eine monatliche Jahreszeitenbetrachtung konnte ich in diesem Augenblick auch irgendwie verzichten. Es ist immer noch kalt. Es ist immer noch zu. Und wir haben immer noch keine Idee, wie und wann es weitergehen soll. Geschweige denn, unter welchen kryptischen Bedingungen es am Tage X möglich sein wird. Rückblickend ins vergangene Jahr erscheint mir das, was wir im Sommer 2020, in unserem kurzen Gastspiel, auferlegt bekamen ja geradezu großartig.

 

Ich könnte jetzt - im Zuge der Schönfärberei - schreiben: Wir probieren neue Rezepte für Sie/Euch aus. Wir sind übervoll mit Plänen für das was kommt und so weiter... Ja, was kommt denn? Und wann? Und wie?

Ich habe im Augenblick mehr Fragen als dass ich Antworten darauf finde. Und ja, manchmal laufe ich in der Laibung unserer Haustür am Schild "Sommeröffnungszeiten" vorüber. Ich habe es hängen lassen und mit Ignoranz gestraft damals Anfang November, dem Schnee & der Kälte zum Trotze. Im Hinterkopf bereits der Gedanke, dass es hier kein Früher geben würde. Und so kam es ja dann auch.

 

Und so steht die Frage weiterhin: Wird es nun als nächstes Erdbeere (Sommer) oder Pflaume (wäre Herbst) oder wird es gleich wieder Franz (Französischer Schokoladenkuchen mit Mandeln & Orange) als einen unserer Winterlieblinge, geben? Es ist nichts greifbar. Und Außengastronomie? Mal ganz ehrlich gesagt:

Dann wäre es klüger auf einen mobilen Imbiss umzurüsten.

Klappe auf, Klappe zu.

Gastronomie ist von jeher unberechenbar. Darf sie auch. Aber das Geschäft nach der Wetter App zu planen und zu überlegen, ob es für die Gäste zu warm, kalt, stürmisch oder nass sein könnte, toppt eigentlich alles. Über alles andere, was sonst noch durch die Sphären der C.-Politik an ungeahnten Unmöglichkeiten auf uns herniederfallen könnte, da möchte ich gar nicht weiter darüber nachdenken müssen.

 

Irgendwie wird es werden. Es gibt uns noch. Und wir machen mal das, was wir gerade am besten können. Sitzen & Warten. (siehe unten)

 

 

Warten was kommt... (auf bessere Zeiten, auf den Frühling, den Sommer, auf die verblassende Jugend, auf Land in Sicht, auf irgendwas...)

 

Bleiben Sie/Bleibt uns weiterhin gewogen.

 

Herzliche Grüße aus dem Home-office ;) des Sieben-Laden, Café & Herberge.

Ihre/Eure Cornelia Unteutsch