SIEBEN - Laden, Café & Herberge

 

Niemals werde ich die Caffés vergessen, wo ich Verliebte im Paradies gesehen, und Hoffnungslose in der Hölle, Musik gehört, die bis heute ertönt,

Engel ertappt, die einer Praline wegen auf die Erde gekommen. Alles zum Preis von Cappuccino und Hörnchen. Stefano Ferrio


News & Events


 

Liebe Café-Gäste,

 

vor einiger Zeit sprach mich eine gute Freundin an und meinte:

"Du hast aber schon lange keinen neuen Text für deine Homepage

geschrieben. Ich wollte doch lesen, was es Neues gibt."

Seit Tagen schob ich da bereits ein Blatt Papier mit verschiedenen Terminen und Gedanken auf meinem Schreibtisch von links nach rechts und zurück.

Eile hatte ich keine dabei, vielleicht hin und wieder den Gedanken:

"Du müsstest jetzt aber schon mal...".

Dieser verflüchtigte sich aber zumeist genau so schnell,

wie er gekommen war.

Es ist manches Mal einfach so, dass mich - in den letzten Monaten häufiger - das Gefühl erfasst, dass es sinnlos sein könnte, Zeit und Mühe für etwas aufzuwenden, was sich dann im Handumdrehen

in Schall & Rauch auflöst. Schade um die vertane Zeit; Lebenszeit, die man dann sinnvoller hätte einsetzen können.

 

In der Café-Tür hängt immer noch das Schild "Sommeröffnungszeiten".

Wir hatten diese, in diesem ach so besonderen Jahr, bis Oktober

ausgeweitet. Manches Mal, bei Herbstwind & Regen, warf selbst ich einen skeptischen Blick darauf und empfand es bei kühler Witterung als nicht mehr ganz passend.

Ab November sollte alles so sein wie immer.

Das war der Gedanke. Glaubte ich tatsächlich daran, dass es 

so werden könnte?

 

Nun haben wir November und wir haben ZWANGSPAUSE.

 

 

Ich verbringe die Zeit im herbstlichen Garten .

Der Blick in das nun schon fast letzte, farbige Laub ist ganz großartig.

Die Dinge haben eben immer zwei Seiten.

Oder sind es manchmal gar noch mehr?

 

Wir melden uns an dieser Stelle zurück, wenn wir wieder da sind,

wenn die Kaffeemaschine wieder leise vor sich hin brodelt, wenn das

Crêpeseisen wieder zum Leben erwacht, wenn der Duft von frisch gebackenem Kuchen durch die Gasse zieht...

 

Ich ende hier & heute mit einem meiner liebsten Lyriker.

Geben Sie auf sich/gebt Ihr auf euch acht, bis bald oder irgendwann...

 

Du musst das Leben nicht verstehen

 

Du musst das Leben nicht verstehen,

dann wird es werden wie ein Fest.

Und lass dir jeden Tag geschehen

so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen

sich viele Blüten schenken lässt.

 

Sie aufzusammeln und zu sparen,

das kommt dem Kind nicht in den Sinn.

Es löst sie leise aus den Haaren,

drin sie so gern gefangen waren,

und hält den lieben jungen Jahren

nach neuen seine Hände hin.

                                                              Rainer Maria Rilke

 

 

 

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