SIEBEN - LADEN & Café

 

Niemals werde ich die Caffés vergessen, wo ich Verliebte im Paradies gesehen, und Hoffnungslose in der Hölle, Musik gehört, die bis heute ertönt,

Engel ertappt, die einer Praline wegen auf die Erde gekommen. Alles zum Preis von Cappuccino und Hörnchen. Stefano Ferrio


News & Events


 

 Liebe Café Gäste,

 

nun hat er uns schlussendlich doch eingeholt, der Corona - Virus und wenn nicht er selbst -unmittelbar und direkt - dann zumindest all das,

was die uns nunmehr täglich konfrontierenden Konsequenzen

daraus sind.

 

Bis vor wenigen Tagen war ich mir noch recht sicher, dass er einen Bogen um uns machen würde, so wie vieles einen Bogen um uns macht.

Ich meine mit "uns" die ländlichen Regionen, die Randgebiete, die vielerorts dem Verfall & Sterben preisgegeben sind, die Orte an denen

Innovation & Fortschritt nicht selten vorüberziehen.

Nicht so, hier - bei diesem Thema.

Er trifft uns bis in Bereiche, von denen wir nicht einmal im Ansatz ahnen konnten oder wollten, dass sie betroffen sein könnten.

Es erschließen sich uns Verknüpfungen im Kleinen und im darüber bestehenden Großen, die folgenschwere Auswirkungen auf uns haben.

Es stellt sich an dieser Stelle nicht zuletzt die Globalisierung in Frage:

Segen oder Fluch oder von jedem etwas?

 

In einer Melange aus Kopfschütteln und Staunen verfolge ich seit Tagen das bunt..e Treiben meiner Mitmenschen.

Dahinein schleicht sich eine gewisse Fassungslosigkeit.

Ich komme mir in manchen Situationen wie ein Statist in einer

Science Fiction Verfilmung vor.

 

Vielleicht ist das Ganze aber auch, ein Moment in welchem wir uns rück besinnen sollten, auf Wesentliches?

Wie viel Überholspur verträgt unser Leben?

Was brauchen wir tatsächlich oder was von vielem erscheint uns

im Grunde nur als unverzichtbar?

Ich würde mir wünschen, dass das was gerade geschieht, auch einen Augenblick des Innehaltens und bewussten Nachdenkens über Dinge nach sich ziehen möge.

 

Passend zum aktuellen Weltgeschehen höre ich gerade das neue Album von Stoppok auf welchem er so treffend singt:

"...Wir warn the pain in the ass

   für den schönen Planet

   waren hochintelligent und trotzdem tiefschürfend blöd

   Haben alles vergeigt, was nur irgendwie geht

   Ein Wunder, dass die Erde sich immer noch dreht."

 

In diesem Sinne, nutzen Sie die aktuelle Situation vielleicht auch mal als Chance, für was auch immer...Ihnen wird etwas einfallen, da bin ich mir ziemlich sicher...

 

Wir haben ab 19. März 2020 - voraussichtlich

19. April 2020 geschlossen

 

Herzliche Grüße, bleiben Sie gesund & erhalten Sie sich ihren Frohsinn!

Ihre Cornelia Unteutsch

 

 

 

 

 

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